Haydn: Die Schöpfung

, Residenzstraße 1, 80333 München, Bayern


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Haydn: Die Schöpfung

© Kulturgipfel

ES WERDE LICHT!

Diese Worte wurden wohl selten so gewaltig vertont wie in Haydns Schöpfung. Sie stehen aber nicht nur am Beginn dieser Geschichte – wir verwenden sie im Alltag häufig als Metapher für Erkenntnis und Vernunft; und diese Botschaft durchzieht das gesamte Oratorium. Das Werk thematisiert den biblischen Schöpfungsmythos: die Erschaffung der Welt in sechs Tagen, wie sie im ersten Kapitel der Genesis beschrieben wird. Obwohl beim Vertonen dieses Stoffes tief von seinem Glauben bewegt, war Haydn gleichzeitig auch Anhänger der Freimaurer und der Aufklärung. Und so finden wir im gesamten Werk keine Andeutung an kirchenmusikalische Tradition, sondern vielmehr tonmalerische Programmmusik. Haydn schildert das Geschehen anschaulich vom Chaos über den Aufgang der Sonne, die Entwicklung der verschiedenen Tier- und Pflanzenarten bis hin zum verliebten Paar im Paradies. Während die Solisten verschiedene Rollen der Erzengel und der ersten Menschen einnehmen und vom Geschehen berichten, ist der Chor in einer Serie monumentaler Chorpassagen eingesetzt, von denen einige das Ende eines Schöpfungstages feiern. Das Orchester zeichnet dafür überwältigende klangliche Kulissen, die mit volkstümlichen Elementen, aber auch großer Erhabenheit, pompösen und pastoralen Szenen romantische Naturbilder entwerfen. So verbindet der Stoff der Schöpfung den Glauben mit der Aufklärung, Belehrung mit Unterhaltung. Indem er den Sündenfall ausklammert, schließt er ebenfalls alle monotheistischen Religionen mit ein und endet mit dem utopischen Entwurf der Menschen im unberührten und friedlichen Paradies, das es zu bewahren gilt.

Künstler:
Anna Karmasin, Sopran
Manuel Ried, Tenor
Matthias Winckhler, Bass
La Banda
Münchner Oratorienchor
André Gold, Leitung

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